← Zurück zum Archiv
Dark MC Romance

Bloody Saints

Aufmacher 16:9
Wertung: Spice:
Hat mir gefallen

Packende Kombination aus Fluchtgeschichte und Dark-MC-Setting

Hat mir nicht gefallen

Explizit und hart – nichts für Leser:innen sanfter Romantik

„"Er hasste Frauen. Bis eine von ihnen aufhörte, um Erlaubnis zu bitten."“

Mit "Bloody Saints: Dark MC-Romance" liefert die Autorin Kiligry (bürgerlich Sara Rivers) einen Auftakt, der sich nahtlos in die deutschsprachige Dark-Romance-Szene rund um MC-Settings einreiht. Im Zentrum steht Daria, die aus ihrem goldenen Käfig in Russland flieht und unter falschem Namen im amerikanischen Fallbury untertaucht – auf der Suche nach einem Neuanfang, der sich schnell als weitaus gefährlicher entpuppt, als sie geahnt hatte. Ihr gegenüber steht Maddox, ein Mitglied des Bloody-Saints-Motorradclubs, der Frauen offen hasst und mit ihnen grundsätzlich kein Wort wechselt – bis Daria in sein Leben tritt und alles ins Wanken bringt.

Rezensent:innen sind sich einig, dass "Bloody Saints" ein absolutes Muss für Dark-Romance-Fans ist. Besonders die Konstellation aus einer Frau auf der Flucht vor ihrer eigenen Vergangenheit und einem Mann, der eigentlich niemanden mehr an sich heranlassen will, wird als packende Ausgangslage gelobt. Die Spannung entsteht dabei nicht nur aus der Anziehung zwischen den beiden, sondern auch aus der Bedrohung, die Daria aus Russland weiterhin verfolgt – eine Kombination aus Romantik und waschechtem Thriller-Element, die dem Buch zusätzliches Tempo verleiht.

Wie bei vielen MC-Romance-Reihen üblich, liegt der Reiz von "Bloody Saints" auch im Ensemble: Maddox' eigene Geschichte wird laut Ankündigung erst in einem späteren Band der Reihe vollständig erzählt, was schon im ersten Buch für Vorfreude auf die weiteren Charaktere aus dem Bloody-Saints-Club sorgt. Diese Reihenstruktur – jeder Band widmet sich einem anderen Clubmitglied – ist ein bewährtes Prinzip im Dark-MC-Genre und dürfte Fans von Autorinnen wie Roxanne Greening oder ähnlichen englischsprachigen MC-Reihen sofort vertraut vorkommen, auch wenn es sich hier um eine eigenständige, deutschsprachige Reihe handelt.

Sprachlich und atmosphärisch wird der Roman als düster und konsequent eingestuft: Kein Buch, das Gewalt oder Machtgefälle beschönigt, sondern eines, das die harte Welt des Motorradclubs und die Zerrissenheit seiner Mitglieder offen zeigt. Für Leser:innen, die dark, explizite MC-Romance mit hohem Spice-Level suchen, ist genau das ein Pluspunkt – wer eher sanfte Romantik bevorzugt, sollte hier lieber einen Bogen machen. Die Kombination aus Fluchtgeschichte, Motorradclub-Setting und einem frauenfeindlich auftretenden, aber innerlich zerrissenen männlichen Love Interest ist waschechtes Dark-Romance-Terrain, das bewusst mit Grenzen spielt.

Für Neueinsteiger:innen ins Dark-MC-Genre bietet "Bloody Saints" einen soliden, wenn auch intensiven Einstieg: Die Ausgangslage ist schnell erzählt, die Spannung baut sich zügig auf, und wer bereit ist, sich auf explizite Szenen und ein grundsätzlich hartes, unversöhnliches Milieu einzulassen, wird mit einer packenden Geschichte belohnt. Wer die komplette Bloody-Saints-Reihe verfolgen möchte, sollte sich auf mehrere Bände einstellen – der Auftakt macht jedenfalls Lust auf mehr aus Fallbury.

Triggerwarnungen

Gewalt, Frauenfeindlichkeit als Charakterzug, Menschenhandel-Andeutungen, explizite Szenen